| 20 August |
Durch die Katastrophe in Japan wurden nicht nur zahlreiche Schwachstellen aufgedeckt, sondern zudem auch eindrucksvoll demonstriert, wie anfällig die von Menschenhand entwickelten Systeme doch noch sind. Doch das Positive an alledem ist, dass die Misere einige Menschen erfinderisch macht und so geschehen ist es auch im Fall von Kazuhiro Fujita, dem Chef der japanischen Firma TES NewEnergy. Er hat eine neue Technik entwickelt, mit der es möglich ist Handys aufzuladen, ohne dass dafür eine Steckdose notwendig ist. Bei Obdachlosigkeit oder aber Stromausfällen könnten Handynutzer ihre Geräte dann dennoch mit der nötigen Energie versorgen, um mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben.
Fujitas Lösung sieht vor, dass man das Handy zum Aufladen in einen mit Wasserdampf betriebenen Stieltopf legt, der in der Lage ist, den Wasserdampf in Elektrizität umzuwandeln. Die auf diesem Wege entstandene Elektrizität kann dann anhand des USB-Anschlusses sowohl Handys als auch MP3-Player oder GPS-Geräte mit Energie versorgen. Und das Ladegerät ist auch schon im Handel erhältlich, in Japan kann man es zum Preis von umgerechnet 212 Euro erwerben. Es ist allerdings zudem geplant, das Gerät auch in Entwicklungsländern auf den Markt zu bringen, denn auch hier gibt es nicht in allen Regionen Strom – und wenn nur sehr unzuverlässig. Um ein Smartphone vollständig aufzuladen benötigt das Ladegerät drei bis fünf Stunden – TES NewEnergy weist jedoch darauf hin, dass man parallel dazu praktischerweise auch Essen in diesem Kochtopf erwärmen kann. Mehr zur Technik des Kochtopfs findet man auch hier.



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